Wir geniessen nun seit vier Tagen das wunderschöne Meer und eine super Unterkunft direkt am Strand. Der Bundestaat Kerala gefällt uns ganz gut, die Leute sind extrem freundlich und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Lange einsame Sandstrände gesäumt mit Kokospalmen verleihen dem Ort hier das Flair von Erholung pur. Morgens und abends werden wir mit herrlichem Essen in unserem Homestay verwöhnt.
Weiter haben wir uns hier in Kannur auch noch ein Theyyam angesehen. Das ist eine lärmige und spektakuläre Götter-Beschwörung. Die Götter ergreifen von maskierten Priestern Besitz, führen wilde Tänze auf, erteilen Rat und jagen den Kindern nach… eine tolle Show!
Zuvor in der gebirgigen Region Coorg unternahem wir ein dreitägiges Trekking, bei dem uns fast alle Kalorien niederbrannten! Den ersten Tag wanderten wir durch den Dschungel und da gerade ein wilder Elefant in dieser Gegend wütete, war es für uns ein kleines Abenteuer, da wir nicht genau wussten, ob wir den Elefant zu Gesicht bekommen würden. Frische Fussabdrücke, Kacke und teilweise umgelegte Bäume waren dann aber leider alles. Wir wussten gar nicht, dass Elefanten in so steilen, verwachsenen Hängen herumspazieren können…
Der zweite Tag war ganz schön anstrengend, als wir den höchsten Punkt dieser Region erklommenen haben, fast 2000m hoch. Ich habe in meinem Leben noch nie so stark geschwitzt, ausser in der Sauna. Dennoch war es in einmaliges Erlebnis, da uns unser Guide Manu danach in eine Bar mitnahm, in der seine Verwandten den Feierabend begossen. Uns wurde ein „leichtes Bier“ mit nur 8.5% angeboten. Selbstverständlich war ich die einzige Frau weit und breit, da Inderinnen niemals an diesen Orten anzutreffen sind. Männer saufen, Frauen sind zu Hause und bereiten das Essen vor. Eine lustige Busfahrt folgte, bei der wir beschäftigt waren, in die Freundschaftsbücher der Schulkinder zu schreiben. Jedes wollte ein Eintrag von uns haben, was jedoch gar nicht so einfach war bei der holprigen Fahrt.
Coorg ist vor allem aufgrund des Kaffeeanbaus bekannt und so besuchten wir am dritten Tag die Kaffeeplantagen und sahen, wie der Kaffee geerntet wird.
Manus Frau bekochte uns während unseres Trekkings. Auch reichlich feinen Kaffee konnten wir täglich geniessen, da konnte der Chai nicht mehr mithalten…
Christina
P.S. Die Fotos von Coorg sind unter Bilder Karnataka zu finden
Nach unserer Auszeit in Goa wurde uns relativ schnell wieder bewusst, dass wir uns noch in Indien befinden und eben nicht an der portugiesischen Küste. Nach fast 10 Tagen Entspannung hätte man dies fast meinen können. Doch spätestens am Bahnhof war es mit der Ruhe und Beschaulichkeit Goas wieder vorbei und es empfing uns die übliche indische Bahnhofshektik mitsamt typischem Geschrei, Gerüchen und Gedränge…
7 Stunden nicht nur landschaftlich denkwürdige Zugfahrt (inklusive permanenter Verteidigung unseres hart erkämpften Sitzplatzes), eine überteuerte Rikschafahrt sowie eine Flussueberquerung mit überladener Fähre später trafen wir aber schliesslich doch noch wohlbehalten in Hampi ein, unserer ersten Station im schönen Bundesstaat Karnataka.
Wobei Hampi selbst eigentlich nicht viel mehr ist als ein kleines Dorf mit Touristenunterkünften, doch liegt es inmitten der Ruinen von Vijayanagar, der vor 400 Jahren zerstörten Hauptstadt des letzten grossen Hindukönigreiches Indiens. Und was noch fast wichtiger ist, die Landschaft ist unglaublich schön und eindrucksvoll. Abgeschliffene Felsbrocken, zum Teil hausgross, liegen aufgetürmt zu Hügeln Zwischen Reisfeldern, Bananenplantagen, Flüssen und eben auch Ruinen. Wirklich sehr schön, insofern man sich nicht an den vielen schrägen Hippietouristen stört…
Und für Simon, der sich seit Jahren dafür schämt, dass er den Schneidersitz nicht wirklich beherrscht und es kaum 5 Minuten aushält ohne Positionswechsel, war es zudem sehr beruhigend zu erfahren, dass sogar der Göttervater Shiva in seiner Inkarnation als Löwenmensch dieselben Probleme hatte und sich deswegen mit einem Gürtel behalf…
Nach drei Tagen Hampi ging es dann abermals per Zug und über Nacht weiter nach Bangalore, wo wir aber nur einen Tag verweilten, bevor wir nach Mysore weiterzogen. Bangalore ist aufgrund des Informatikbooms eine sehr reiche Stadt und daher leider auch nicht wirklich spannend für den interessierten Reisenden. Alles ist möglichst modern, die Geschäfte sind in etwa dieselben wie bei uns und auch ansonsten gibt man sich so westlich wie möglich. Es gibt dafür aber auch alles, was man sonst in Indien vermisst, von Barilla-Teigwaren über Lindt-Schokolade und Familia-Müesli…
Lustig war aber zumindest das hygienisch fragwürdige Restaurant Amoeba (vgl. Photo) – Guten Appetit!
Inzwischen – in Mysore – weht allerdings schon wieder ein anderer, ursprünglicherer Wind. Hier spürt man noch gut den Geist der Maharajas, die die Stadt bis vor 50 Jahren beherrschten. Die herrschaftlichen Bauten dominieren nach wie vor das Stadtbild und der Palast des Maharajas selbst stellt locker alles in den Schatten, was man sich unter 1001-Nacht ansonsten so vorstellt. Nur schon der Elefantensessel des Maharajas enthält 84 Kg Gold und auch ansonsten scheint jedes Detail des ganzen Komplexes schlicht aus dem jeweilig teuersten Material gemacht, das überhaupt in Frage kam.
Es gibt allerdings – wie so oft – auch einen Wermutstropfen bezüglich des Palasts… Man darf ihn nämlich nur von aussen fotografieren, was natürlich wahnsinnig schade ist. Und als Simon bemerkte, dass Handykameras komischerweise erlaubt sind und die Inder alle fotografierten wie die Blöden, machte er sich beherzt auf zum illegalen Fotoshooting, welches allerdings bereits nach dreissig Sekunden und nur einem Bild von den Sicherheitskräften des Palasts beendet wurde. Alles Argumentieren nützte nichts und der kollegiale Umgangston des Beamten täuschte: Ein saftiges Schmiergeld wurde fällig, um Kamera und Simon vor der indischen Polizei zu retten, weshalb das abschliessende Bild des Hochzeitssaals wohl das teuerste dieser Reise ist und wohl auch bleiben wird…
Als nächstes wollen wir nun erst einmal wieder aufs Land. In den Hügeln von Coorg soll man nett wandern können. Wir sehen uns das Mal an…
So, seit ihr alle gut ins 2012 gerutscht?
Bei uns wars so la la… Die Inder (zumindest die Männer) waren zwar wiederum zahlreich vorhanden, Sylvester-Stimmung kam aber irgendwie nicht wirklich auf. Wir genossen trotzdem unsern als Pepsi getarnten Rotwein an der Promenade.
Am nächsten Tag ging es dann per Flieger nach Goa, genauer nach Benaulim, wo wir seither hängengeblieben sind. Es fühlte sich fast ein wenig an wie „Ferien“…
Goa hat sich nicht unbedingt als das entpuppt, was man sich so allgemein darunter vorstellt. Zumindest im Süden war von Technopartys nichts und von Althippies nur wenig zu sehen. Stattdessen fanden wir Weihnachtsbeleuchtungen, Kirchen, einiges an portugiesischem Flair, Fisch und Meeresfrüchte und natürlich das Meer vor…
Den Strand haben wir per Velo und die weitere Umgebung mit dem Roller erkundet und uns mit viel gutem Essen gestärkt für die Weiterreise. Einen speziellen Dank nach Winterthur für den Tipp mit der Hawaii-Strandbeiz!
Morgen gehts weiter nach Hampi. Tja, da werden wir uns wohl wieder bewegen müssen…
Erst einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr ihr Lieben!
Was uns betrifft, so werden wir den Jahreswechsel etwas früher feiern als ihr und das Ganze in Mumbai, wo wir uns seit drei Tagen von unserem Trip zu den Höhlen von Ellora und Ajanta erholen…
Dies gestaltete sich nämlich anstrengender als gedacht. Zum einen, weil wie bereits erwähnt auch die Inder Weihnachtsferien (!) haben und sich die Hotels und Transportmittel völlig überfüllt und ausgebucht erwiesen. Zum andern stellten sich die Städte Ahmedabad und Aurangabad als ziemlich üble und hässliche Ortschaften heraus, in denen so gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen mochte…
Trotzdem haben sich aber immerhin die Ausflüge zu den Höhlen gelohnt, da ist also schon einiges aus den Felsen herausgemeisselt worden… und natürlich sind wir auch wieder um einige Erfahrungen reicher und gewöhnen uns zunehmend an die wirklich zahlreich vorhandenen Inder und ihre teilweise doch eher speziellen Sitten…
Jetzt in Mumbai ist es allerdings zu unserem grossen Erstaunen sehr viel westlicher und auch sehr viel ruhiger als gedacht. Die Warnungen anderer Reisender können wir also nicht bestätigen, uns gefällts hier gut!
Wir freuen uns aber trotzdem auf Goa, unsere nächste Station. Nach einem strengen und städtelastigen ersten Monat sind dann erstmal ein paar Tage Strand angesagt…
Wir haben festgestellt, dass viele Leute Probleme hatten, uns einen Kommentar zu schreiben. Wir haben nun alles durchgesehen und gemerkt, dass es schon geht, aber ein wenig komplizierter ist als gedacht… Leider können wir den Blog nicht anders einstellen, als dass wir jeweils den ersten Kommentar eines jeden Besuchers genehmigen müssen.
Dies bedeutet, ihr muesstet folgendermassen vorgehen:
1. Am Ende des Artikels, welchen ihr kommentieren moechtet, die Schaltflaeche „Hinterlasse einen Kommentar“ anwaehlen.
2. Kommentar in das dafuer vorgesehene Feld eingeben.
3. Von den unteren drei Eingabefeldern mindestens „E-Mail“ und „Name“ ausfuellen.
4. Den Button „Kommentar absenden“ druecken.
Falls ihr das erste Mal einen Artikel kommentiert, muss dieser Kommentar von uns zuerst genehmigt werden, was einen Moment dauern kann. Ist dies aber geschehen, koennt ihr das naechste Mal einfach wieder Email-Adresse und Namen angeben und euer Kommentar erscheint sofort!
Also, wir freuen uns darauf, etwas von Euch zu hoeren!
Kurz vor Weihnachten noch ein Update aus dem Morgenland!
Momentan schlagen wir uns die Zeit um die Ohren in Ahmedabad, einer Industriestadt in Gujarat und für uns eine Station zwischen zwei Nachtbusfahrten auf dem Weg nach Maharashtra. Die Züge sind momentan aufgrund indischer Ferien leider keine Option, was zeitweise recht muehsam sein kann.
Die letzten zwei Wochen im Wüstenstaat Rajasthan aber waren für uns eine gute und vielseitige Zeit. Wir waren im Kino im quirligen Jaipur, wurden unfreiwillig gesegnet im Pilger- und Hippiemekka Pushkar, absolvierten eine ziemlich originelle Kamel- und Jeepsafari abseits der Touristenströme bei Bikaner und bestaunten abschliessend die wirklich eindruecklichen Forts von Jaisalmer und Jodhpur.
Und nachdem wir nun auch die erste Magenverstimmung hinter uns gebracht haben, gehts nun also definitiv weiter, wieder weg von der Wueste.
Zum Abschluss möchten wir euch eine fröhliche Weihnacht und viel Spass im Schnee wuenschen. Wie wir gehört haben, hat es ja genug gegeben.
Christina und Simon
P. S. Obacht bezüglich der Fotolinks! Es sind ziemlich viele Bilder geworden…
Bilder Rajasthan – Safari
Und weil wir gerade guten Zugang zum Internet haben, hier noch gleich ein paar Bilder aus Agra.
Hauptsächlich befindet sich hier der Taj Mahal, der tatsächlich einen Abstecher wert ist, da hatte Stini recht…
Ansonsten hat es hier auch noch einen recht spannenden Bazaar weitab der Touristenpfade.
Namaste,
Zu erst einmal noch vielen Dank für die tollen Geschenke, überhaupt das gelungene Abschiedsfest und euer zahlreiches Erscheinen! Einige Dinge begleiten uns nun auf unserem Trip, die Sitztoilette war aber dann doch zu schwer und lagert nun in Biel…
Wir haben nun bereits einige Tage Indien sowie mehrere hygienisch fragwürdige Mahlzeiten hinter uns und sind noch ziemlich lebendig. Momentan sind wir bereits in Agra und geniessen die Ruhe im Innenhof unseres Hotels nach drei Tagen Ramba Zamba in Delhi.
Insgesamt aber hatten wirs bisher sehr schön und sind mit den Eigenheiten Indiens zumindest bis jetzt recht gut zurecht gekommen. Im Übrigen sind die Inder, allen voran die Rikschafahrer und Reisebüroagenten, sehr hilfsbereit und weisen einem zuverlässig den Weg, welchen man nicht nehmen sollte…
Weiter haben wir bereits Einiges an schönen und eindrücklichen Bauwerken besichtigt sowie daneben halt auch viel weniger Schönes an Armut und Umweltverschmutzung mitbekommen. Es hat zudem schlicht unglaublich viele Menschen, Kühe, Rikschas, Autos, Hunde etc. auf den Strassen, es hupt, schreit und lärmt… wenn man es nicht selbst erlebt hat, ist es kaum zu glauben…
Wir gewöhnen uns aber langsam ein und freuen uns auf die Weiterreise nach Rajasthan.
P.S. Untenstehend ein Link für unsere Fotos aus Delhi. Meldet uns, wenns nicht funktionieren sollte…
Liebe Freunde, Kollegen und Bekannte,
Auf diesem Blog könnt Ihr unsere Reise nachverfolgen.
Wir planen zumindest, in regelmässigen Abständen Berichte, Bilder und eventuell auch Videos hochzuladen und Euch so immer schön auf dem Laufenden zu halten.
Ihr selbst könnt jederzeit Kommentare hinterlassen und so ohne den Umweg Email mit uns in Kontakt bleiben. Wir freuen uns schon sehr darauf, von Euch zu hören!
Liebe Grüsse,
Christina und Simon


