Südvietnam
Unsere Vietnamreise neigt sich dem Ende zu. Mittlerweile sind wir im Mekongdelta angekommen. Das Leben hier unterscheidet sich schon vom Rest des Landes. Sehr vieles spielt sich auf dem Wasser ab, wie beispielsweise die Floating Markets. Es ist ein einmaliges Schauspiel, so frühmorgens durch die beladenen Boote zu fahren. Frischer Kaffee fehlt nicht (es gibt hier erstaunlicherweise sehr guten) und die Einheimischen trinken ihn gerne schwarz mit Zucker und viel Eis. Die Landschaft ist rund ums Wasser sehr grün mit vielen Palmen, diversen Gemüsen und natürlich Reisfeldern. Leider sind die Städte im Mekong Delta mehrheitlich nur noch über den Landweg miteinander verbunden. Wir wären gerne auch per öffentlichem Schiff über längere Distanzen gereist. Ist halt der Nachteil, wenn überall Brücken gebaut werden…
Das individuelle Reisen ist auch in Südvietnam nicht ganz einfach. Überall werden Touren angeboten, Information zu Busverbindungen findet man jedoch kaum. So haben wir zwischendurch auch Roller und Velos gemietet und sind auf eigene Faust losgefahren. Meistens gab es eine selbst kreierte Karte von den Vermietern, was hilfreich war, aber nicht immer ausreichend. Wir haben aber jeweils immer zurück gefunden, auch wenn kaum jemand Englisch spricht.
In Ho Chi Minh Stadt haben wir unter anderem chinesische Tempel und den chinesischen Markt besucht und super lecker gegessen. Einer meiner Favoriten frische Frühlingsrollen mit Krevetten und Nudelsuppe. Man kann schon sagen, dass die vietnamesische Küche sehr vielseitig ist. Hier wird praktisch alles gegessen, von Schlangen über Ratten, Schnecken bis hin zu Innereien. Besteck gibt es ausser den Stäbchen und Suppenlöffeln nichts, weshalb wir nun problemlos eine Schale Reis mit dem Stäbchen verzehren können. Wir haben uns auch noch ein wenig mit der Geschichte Vietnams auseinander gesetzt. Das Kriegsdelikte Museum gab uns eine eindrückliche Übersicht. Es ist schon verrückt, dass Vietnam vor nicht allzu langer Zeit so heftige Kriege überstanden hat. Die Städte und Dörfer sind neu aufgebaut und die Felder neu bewirtschaftet, so dass man kaum noch Überreste sehen kann.
Auch der Strand fehlte uns in Vietnam nicht. Wir konnten nahe dem Städtchen Hoi An noch eine Erfrischung im Meer geniessen. Hoi An ist so richtig ein romantisches Bilderbuchstädtchen. Abends leuchten überall die farbigen Seidenlampions, was sehr schön aussieht. Neben all den schönen Momenten in Vietnam, muss ich aber auch sagen, dass mir die Vietnamesen nicht sehr sympathisch geworden sind. Ein Lächeln sieht man selten und der Umgang mit Fremden ist eher aufdringlich. Ausnahmen gab es, aber alles in allem werde ich die Leute nicht so vermissen…
Kurzfristig haben wir unsere Reisepläne noch etwas geändert und werden nun doch für zwei Wochen nach Kambodscha gehen, da es ja so nahe liegt und Angkor Wat doch einmalig sein muss! Christina

Wieder ein interessanter Bericht mit ein paar schönen Fotos im Text; vielen Dank!!! – Ja, die Vietnamesen waren ein von einem schrecklichen Krieg heimgesuchten Land. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass ihnen das Lachen schwer fällt? Ube